Was ist Psychodrama?

Die Entwicklung des Psychodramas begann in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts und hält bis heute weltweit an. In seinem Welt- und Menschenbild wird das Schicksal des Einzelnen, von Gruppen und Gesellschaften grundsätzlich als gemeinsam erzeugt und verantwortet angesehen. Es ist lebenslang veränderbar.
Der Entwickler des Psychodrama, J.L. Moreno (1889-1974), ging davon aus, daß der Begegnung der Menschen ein Potential innewohnt, das individuelle, gruppenbezogene und politisch/gesellschaftliche Veränderungen eröffnet. Das Psychodrama hilft dabei, diese Potentiale zu entdecken und zu entfalten. Es umfasst die Gruppentherapie, Soziometrie und das Soziodrama . Strukturen von Gruppen (z.B. Familien) und solche von Begegnungen können untersucht und erweitert werden.

Dies geschieht durch die Erweiterung der Rollenvielfalt, in der die Teilnehmenden spontan handeln können. Dafür entwickeln sie Szenen, in denen sie sich experimentell spielend erfahren (Drama = altgriechisch: Handlung). Auf einer psychodramatischen Bühne kann buchstäbliches alles geschehen, was die Handelnden gemeinsam wollen.

Mehr Informationen, auch in englisch, französisch, italienisch, russisch, spanisch und türkisch auf der Seite der europäischen Psychodrama- Vereinigung.